2025-03-13 IDOPRESS
Das neue Glyphosat-Pestizid Roundup Future von Bayer-Tochter Monsanto Agrar Deutschland GmbH darf aufgrund eines Widerspruchs der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vorerst nicht verkauft oder angewendet werden. Kurz nach Einreichung des Widerspruchs gegen die Zulassung des Produkts gab das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) dies mit Hinweis auf die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs bekannt.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
„Es ist ein wichtiger Erfolg,dass das neu zugelassene Glyphosat-Pestizid Roundup Future vorerst nicht mehr verkauft und angewendet werden darf. Bereits im vergangenen Jahr wurde nach unserem Rechtsverfahren gegen das Vorgängerprodukt Roundup Powerflex dessen Zulassung beendet. Jeder Tag zählt,an dem wir die Umwelt vor diesem giftigen Totalherbizid bewahren. Der massive Glyphosateinsatz schadet der Artenvielfalt,den Schmetterlingen,anderen Großinsekten und damit vielen Vogel- und Amphibien- wie Reptilienarten. Die Sicherheit von Glyphosat ist nicht ausreichend nachgewiesen. Wir kämpfen für ein Ende der Zulassung für alle Glyphosat-Pestizide. Nach unserem Widerspruch muss nun das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die für Roundup Future erteilte Zulassung überprüfen. Sollte unserem Widerspruch nicht stattgegeben werden,werden wir Klage einreichen. Wir sind bereit,mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln Roundup Future – wie schon seinen Vorgänger Roundup PowerFlex – von unseren Äckern zu verbannen.“
Hintergrund:
Die DUH hatte am 4. März 2025 Widerspruch gegen Roundup Future eingereicht. Am 11. März 2025 gab das BVL bekannt: „Der Widerspruch entfaltet,da er nach derzeitiger Einschätzung fristgerecht erfolgte,bis auf weiteres aufschiebende Wirkung. Das heißt,dass die Zulassung derzeit nicht wirksam ist.“
PM Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH)
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