KI in der Produktion »Kölner Stadt-Anzeiger« Medien bauen um – 57 Vollzeitstellen betroffen

2026-08-17 https://www.spiegel.de/wirtschaft/koelner-stadt-anzeiger-medien-bauen-um-57-vollzeitstellen-betroffen-a-7c8ba047-ead7-44ff-8af7-24baec8ecadc HaiPress

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Foto: Oliver Berg / dpa

Die »Kölner Stadt-Anzeiger« Medien stellen die Produktion ihrer Regionalteile um – die Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG),welche bislang die Regionalteile rund um Köln plant und produziert,stellt ihre Tätigkeit zum 30. September ein. Betroffen von dem Schritt sind 57 Vollzeitstellen,wie das Medienunternehmen mitteilte.

Die Aufgaben der RRG sollen den Angaben zufolge künftig entfallen und weder verlagert noch an anderer Stelle fortgeführt werden. Hintergrund ist eine Neuaufstellung der Regionalberichterstattung: Inhalte sollen künftig von digitalen Regio-Teams der »Kölner Stadt-Anzeiger« Medien für Onlineangebote,Apps,E-Paper und die gedruckte Zeitung erstellt werden. Produktionsschritte sollen dabei stärker automatisiert und unter anderem künstliche Intelligenz eingesetzt werden.

Gespräche mit dem Betriebsrat

Die Geschäftsführung der RRG will nun Gespräche mit dem Betriebsrat über Lösungen für die betroffenen Beschäftigten aufnehmen. Neu zugeschnittene offene Stellen sollen zunächst intern ausgeschrieben werden. Erste Journalistinnen und Journalisten der RRG hätten sich bereits erfolgreich auf Stellen in den digitalen Regio-Teams beworben,hieß es. Wie viele der 57 Beschäftigten insgesamt weiterbeschäftigt werden können,teilte das Unternehmen nicht mit.

Die Tageszeitungen sollen nach Unternehmensangaben weiterhin im bisherigen Umfang und mit eigenen Lokalteilen erscheinen. Zugleich sollen in fünf Landkreisen rund um Köln neue lokale Digitalportale starten.

Kritik von der Journalisten-Union

Als Grund für den Umbau nannte das Unternehmen unter anderem seit Jahren sinkende Zeitungsauflagen und neue technologische Möglichkeiten. Wiederkehrende Produktionsschritte könnten durch KI stärker automatisiert werden. »Wir automatisieren Produktionsschritte,nicht den Journalismus«,erklärte Chefredakteur Gerald Selch.

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Schon länger diskutiert die SPIEGEL-Redaktion den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Im Juni ist eine wichtige Entscheidung gefallen. Lesen Sie hier den Essay von SPIEGEL-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit.

atr/dpa

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