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Perrier-Flaschen

Foto: Stephanie Lecocq / REUTERS

Französische Ermittler haben eine Abfüllanlage der Wassermarke Perrier ​und ein Labor des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé durchsucht. Nestlé bestätigte ‌die Razzien. Eine Sprecherin betonte: »Wir kooperieren weiterhin in vollem Umfang mit den zuständigen Behörden.« Die Antibetrugsbehörde lehnte eine Stellungnahme ab. Die Pariser Staatsanwaltschaft ​äußerte sich bislang nicht zu dem Fall.

Den ⁠Razzien ⁠gingen einem Bericht von Radio France zufolge Ermittlungen voraus,die nach einer Anzeige einer Verbrauchergruppe wegen »Täuschung« bei der Pariser Staatsanwaltschaft eingeleitet ​worden ‌waren.

Mikrofilter im Fokus?

Worum es genau geht,ist bislang offen. Perrier steht aber seit Monaten unter Beobachtung,seit französische Medien 2024 berichtet hatten,dass die Marke unerlaubte Wasseraufbereitungsverfahren zur Verhinderung ‌von Verunreinigungen eingesetzt habe. Nestlé hatte in dem Fall schließlich eingeräumt,in der Vergangenheit zur Reinigung des Wassers teils unerlaubte Mittel eingesetzt zu haben.

Der Konzern bedauerte die Praxis der Wasseraufbereitung öffentlich und hat die Behandlungen nach eigenen Angaben inzwischen eingestellt – und setzt nun auf eine Mikrofiltration. Aus Sicht von Verbraucherschützern ist auch dieses Verfahren aber unzulässig. Natürliches Mineralwasser dürfe nur so bezeichnet werden,wenn es ohne die Behandlung mithilfe von beispielsweise Aktivkohlefiltern,Mikrofiltration oder UV-Licht auskommt. Auch für das Mineralwasser Henniez in der Schweiz griff der Konzern auf verbotene Behandlungen zurück.

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Ein französisches Gericht ‌hatte Ende 2025 einen ‌gegen Perrier angestrengten Antrag allerdings abgewiesen. Verbraucherschützer hatten eine einstweilige Verfügung beantragt und Nestlé irreführende Werbung vorgeworfen. Die Richter entschieden allerdings,es gebe nicht genug Beweise für ein drängendes Gesundheitsrisiko oder eine eindeutige Rechtsverletzung,die es rechtfertigen würden,das Produkt vom Markt zu nehmen.

apr/Reuters

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