2025-08-14 https://www.spiegel.de/wissenschaft/amazonas-52-millionen-hektar-natur-in-40-jahren-zerstoert-a-cf0af1eb-7a23-44fa-8ffc-2b0de5d10d33 HaiPress

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Flammen im Amazonas
Foto: Diego Cardoso / dpa
Seit 1985 sind im brasilianischen Amazonasgebiet rund 52 Millionen Hektar Natur zerstört worden – eine Fläche,die größer ist als Spanien. Landesweit summiert sich der Verlust in den vergangenen vier Jahrzehnten auf 111,7 Millionen Hektar – mehr als das Dreifache der Fläche Deutschlands,wie es in einem Bericht der Initiative »MapBiomas«
hieß. Das Netzwerk besteht aus Universitäten,Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen und untersucht unter anderem Satellitenbilder.
Bis 1985 hatte Brasilien in fast fünf Jahrhunderten 60 Prozent der heute für Landwirtschaft,Bergbau,Städte und Infrastruktur genutzten Fläche umgewandelt. »Die übrigen 40 Prozent dieser Umwandlung erfolgten in nur vier Jahrzehnten,von 1985 bis 2024«,sagte Tasso Azevedo,Koordinator von »MapBiomas«.
Im Pantanal,dem größten Feuchtgebiet der Erde,nahmen die Überschwemmungszyklen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ab und erreichten 2024 ihren Tiefpunkt – das trockenste Jahr seit vierzig Jahren. So lag im vergangenen Jahr die Wasserfläche dort 73 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 1985 bis 2024. Die reduzierte Feuchtigkeit begünstigte dabei auch verheerende Waldbrände.
Im Cerrado – Brasiliens Feuchtsavannen im Südosten – wurden in den vier Jahrzehnten etwa 40 Millionen Hektar natürlicher Vegetation abgeholzt. Das entspricht einem Rückgang von 28 Prozent.
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Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat für Brasilien bis 2030 eine »Null-Abholzung« zugesagt. Bei der kommenden Weltklimakonferenz COP30 im November in Belém im Amazonasgebiet werden Themen wie Klimaschutz und Abholzung diskutiert.
lph/dpa
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