2025-07-30 https://www.spiegel.de/wissenschaft/schweres-erdbeben-vor-russlands-ostkueste-a-23949ead-e262-4d98-8695-d945e699ac84 HaiPress

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Die Aufnahme der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA zeigt Tsunamiwarnungen (rot),Hinweise (gelb) und Gefahren (violett) nach dem Erdbeben vor Kamtschatka
Foto: AFP
Ein schweres Erdbeben hat am Mittwoch die russische Halbinsel Kamtschatka erschüttert und einen Tsunami ausgelöst. Für die Region sowie für weite Teile der japanischen Ostküste und für die US-Bundesstaaten Alaska und Hawaii wurden Evakuierungswarnungen ausgegeben.
Dem US-Sender CNN zufolge gibt es auch Tsunamimeldungen für die US-Westküste. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Tsunamiwarnungen,sondern um sogenannte Advisories,das ist eine Stufe unter der Tsunamiwarnung. »Advisories« sind verbunden mit der Aufforderung,dem Meer und Stränden fernzubleiben. Bei einer Tsunamiwarnung wird dagegen dazu aufgefordert,sich in höher gelegenes Gelände oder ins Landesinnere zu begeben.
Auch China könnte von den Auswirkungen betroffen sein. Wie das chinesische Tsunami-Warnzentrum amitteilte,rechneten die Behörden mit Wellen zwischen 30 Zentimetern und einem Meter,die auf Teile der chinesischen Ostküste treffen würden. Die Einschätzung basiere auf der Analyse des des Tsunami-Beratungszentrums des Ministeriums für Nationale Ressourcen,voraussichtlich werde der durch das Beben ausgelöste Tsunami »Schäden in bestimmten Küstengebieten Chinas verursachen«.
Der Kamtschatka-Zweig des Geophysikalischen Dienstes der Russischen Akademie der Wissenschaften teilte mit,dass mit starken Nachbeben zu rechnen sei.
Laut dem regionalen Katastrophenschutzminister,Sergej Lebedew,wurde eine drei bis vier Meter hohe Tsunamiwelle registriert. Er forderte die Menschen auf,sich von der Küste der Halbinsel,die im äußersten Osten Russlands liegt,zu entfernen.
Für eine betroffene Inselgruppe im Pazifik wurde Notstand ausgerufen,wie die Behörden mitteilten. Auf den nördlichen Kurilen hätten Tsunamiwellen Gebäude beschädigt und Überschwemmungen verursacht.
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Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Fassung dieses Texts hieß es,dass es auch für die gesamte US-Westküste eine Tsunamiwarnung gebe. Tatsächlich gilt für die US-Westküste nicht die Tsunamiwarnung,sondern die niedrigere Stufe »Advisories«. Wir haben die Passage korrigiert.
hen/bbr/Reuters/AFP/dpa
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