2025-07-24 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/uebernahme-der-credit-suisse-grossbank-ubs-muss-millionenstrafe-zahlen-a-285dc44f-acf0-4838-b5d4-4ea6f0e893f9 HaiPress

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Logo von UBS und Credit Suisse
Foto: Michael Buholzer / EPA
Die Schweizer Großbank UBS muss wegen eines Urteils eines EU-Gerichts eine Geldbuße von knapp 29 Millionen Euro zahlen. Damit setzte das Gericht eine zuvor von der EU-Kommission verhängte Buße von rund 83 Millionen Euro herab,wie die Richterinnen und Richter in Luxemburg mitteilten. Die Strafe geht auf ein Verfahren gegen die Credit Suisse zurück,die 2023 von der UBS übernommen worden war. Zwar sei die Credit Suisse an einem Kartell beteiligt gewesen,doch sei die Buße dafür nicht richtig berechnet worden,so das EU-Gericht. Das Urteil kann vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) angefochten werden.
Die EU-Kommission hatte der Credit Suisse und vier anderen europäischen Großbanken 2021 nach einer Kartelluntersuchung Geldbußen von insgesamt 344 Millionen Euro auferlegt. Es ging um illegale Absprachen im sogenannten Devisenkassamarkt – einem Teil des Devisenhandels,bei dem Währungen innerhalb kurzer Zeit nach Geschäftsabschluss ausgetauscht werden. Die Händler der Banken hatten laut Mitteilung des Gerichts sensible Informationen in einem professionellen Online-Chatroom ausgetauscht.
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Anders als die anderen beteiligten Banken – darunter UBS,Barclays,RBS und HSBC – verzichtete die Credit Suisse auf einen Vergleich mit der Kommission und stellte sich einem ordentlichen Verfahren. Im März 2023 war die in Schieflage geratene Bank dann auf Druck der Schweizer Regierung und mit staatlicher Unterstützung in einem Notverkauf an die Konkurrentin UBS gegangen.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es,die Übernahme der Credit Suisse komme die UBS teurer zu stehen als gedacht. Tatsächlich aber muss sie weniger zahlen als zunächst gedacht. Wir haben die entsprechende Textstelle angepasst.
hej/dpa-AFX
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