Bislang kein Investor gefunden Batteriehersteller Varta soll zerschlagen werden

2026-07-24 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/varta-batteriehersteller-soll-zerschlagen-werden-a-a1fdfe3b-1c59-4d5e-a304-8ffe2589de80 HaiPress

Bild vergrößern

Batterien der Marke Varta

Foto: Michael Bihmayer / CHROMORANGE / picture alliance

Dem Batteriehersteller Varta droht die Zerschlagung. Wichtige Geldgeber wollen das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauslösen und sprechen sich für eine neue Eigentümerstruktur aus,wie sie in einer Mitteilung schreiben. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Varta wollte die Mitteilung auf Anfrage nicht kommentieren.

Die sogenannte Ad-hoc-Gläubigergruppe um die Deutsche Bank und die Finanzinvestoren RBC BlueBay,Blantyre und Whitebox begründete ihren Kurswechsel mit der angespannten Finanzlage des Unternehmens mit Sitz im schwäbischen Ellwangen.

Eine unabhängige Analyse der Unternehmensberatung FTI habe ergeben,dass Varta einen operativen Liquiditätsbedarf in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags habe,also fehlendes Geld für das laufende Geschäft. Hinzu komme erheblicher weiterer Kapitalbedarf,um den Geschäftsbetrieb dauerhaft fortzuführen.

Bislang keinen Investor gefunden

Varta war zuletzt in schwieriges Fahrwasser geraten. Um die Insolvenz zu verhindern,hatte das Unternehmen im Juli 2024 ein Sanierungsverfahren im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes angemeldet. Im Zuge dessen wurden auch die Altaktionäre aus dem Unternehmen gedrängt. Die monatelange Neuaufstellung des Batterieherstellers sei abgeschlossen,hatte Varta Anfang April vergangenen Jahres mitgeteilt.

Trotz intensiver Gespräche habe sich bislang kein Investor oder anderer Beteiligter bereit erklärt,die fehlenden Finanzmittel bereitzustellen,erklärte ein Sprecher der Gläubiger. Die Gruppe sei deshalb zu dem Schluss gekommen,dass die Herauslösung und Stabilisierung des Geschäftsbereichs Consumer Batterie der tragfähigste Weg sei.

data-area="text" data-pos="11">

Die Gruppe kündigte an,ihre vertraglichen Rechte aus den Finanzierungsvereinbarungen der Restrukturierung von 2024 auszuüben. Eine Umsetzung steht den Angaben zufolge unter dem Vorbehalt behördlicher und weiterer Genehmigungen.

jpe/dpa

Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde aus anderen Medien reproduziert. Der Zweck des Nachdrucks besteht darin, mehr Informationen zu vermitteln. Dies bedeutet nicht, dass diese Website ihren Ansichten zustimmt und für ihre Authentizität verantwortlich ist und keine rechtliche Verantwortung trägt. Alle Ressourcen auf dieser Website werden im Internet gesammelt. Der Zweck des Teilens dient nur dem Lernen und Nachschlagen aller. Wenn eine Verletzung des Urheberrechts oder des geistigen Eigentums vorliegt, hinterlassen Sie uns bitte eine Nachricht.

©Urheberrechte2009-2020Deutschland heute