2026-07-21 HaiPress
Gesetzliche Mehrwegquote für Getränke weit verfehlt: Deutsche Umwelthilfe fordert schnelle Unterstützungsmaßnahmen wie Förderfonds und Einweg-Abgabe
Neue Daten des Umweltbundesamts (UBA) belegen ein dauerhaftes Unterschreiten der im Verpackungsgesetz festgelegten Mehrwegquote für Getränke von 70 Prozent. Demnach waren 2024 lediglich 34,5 Prozent der Getränkeverpackungen Mehrweg. Einweg-Plastikflaschen bleiben mit 38,6 Prozent die dominierende Getränkeverpackung – ausgerechnet umweltbelastende Getränkedosen haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt und kommen nun auf einen Marktanteil von 5,8 Prozent. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht darin einen Beleg für die Wirkungslosigkeit der bisherigen Mehrwegpolitik und fordert Bundesumweltminister Schneider auf,umgehend bei der Förderung von Mehrweg nachzubessern.
Barbara Metz,Bundesgeschäftsführerin der DUH:
„Seit 2020 stagniert die Mehrwegquote zwischen mickrigen 33,2 und 34,5 Prozent – statt gesetzlich vorgeschriebenen 70 Prozent. Mitverantwortlich dafür sind Discounter wie Aldi und Lidl,die mit ihrem ausschließlichen Einweg-Angebot unökologische Vorentscheidungen für Verbraucherinnen und Verbraucher treffen. Dass dennoch keine Sanktionen oder Maßnahmen zur Mehrwegförderung folgen,ist eine politische Bankrotterklärung. Mehrwegflaschen sparen durch ihre vielfache Wiederverwendung und kurzen Transportwege große Mengen CO2 und Ressourcen ein. Noch dazu sichern sie deutschlandweit 145.000 Arbeitsplätze. Umweltminister Schneider muss Mehrweg jetzt entschieden vorantreiben. Wir fordern einen durch Einweg-Akteure finanzierten Mehrwegförderfonds und eine Einweg-Abgabe von mindestens 20 Cent auf umweltschädliche Einweg-Plastikflaschen,Dosen und Getränkekartons.“
PM Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH)
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