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Mietwohnungen in Berlin: 4658 Mal die Behörden eingeschaltet

Foto: Joko / IMAGO

Gut 10.000 Haushalte bundesweit haben im Rahmen einer Aktion der Linken seit Ende 2024 ihre mutmaßlich überhöhten Mieten an die Behörden gemeldet. Dies berichtet die Linksfraktion im Bundestag nach Auswertung ihrer vor eineinhalb Jahren gestarteten »Mietwucher-App«. Diese sei inzwischen in 36 Städten verfügbar und insgesamt gut 303.500 Mal genutzt worden.

In rund 198.000 Fällen seien die überprüften Mieten überhöht gewesen. Doch hätten viele Menschen dies nicht an die Ämter gemeldet,weil sie Angst hätten,ihre Wohnung zu verlieren,heißt es von Seiten der Linken – allerdings ohne für diese Behauptung einen Beleg zu liefern. Bei den 10.255 Haushalten,die schließlich ein offizielles Verfahren angestoßen haben,handelt es sich um teilweise krasse Fälle. Nach Berechnungen der Behörden müssten die Mieten dieser Haushalte im Schnitt jeweils um 250 Euro pro Monat gesenkt werden.

In Relation zur Gesamtzahl der gut 21 Millionen Mietverträge in Deutschland scheint die Zahl der Wucherfälle allerdings verschwindend gering. Es fehlen dazu allerdings noch genauere Untersuchungen auf wissenschaftlicher Grundlage.

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Laut Wirtschaftsstrafgesetz kann es eine Ordnungswidrigkeit sein,wenn Mieten für Wohnräume um mehr als 20 Prozent über ortsüblichen Vergleichswerten liegen und der Vermieter es ausnutzt,dass es kaum Angebote auf dem Markt gibt. Bei um mehr als 50 Prozent überhöhten Mieten kann es sich laut Rechtsprechung unter bestimmten Bedingungen um eine Straftat handeln.

Besonders häufig wurde die Linken-App der Auswertung zufolge in Berlin genutzt: 4658 Mal schalteten dort Mieterinnen und Mieter die Behörden ein. Nach Angaben der Linken wurden im Oktober 2025 in Friedrichshain-Kreuzberg ein Bußgeld von 26.000 Euro und eine Mietrückzahlung von 22.000 Euro durchgesetzt.

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»Illegale Mieten müssen gesenkt werden«,erklärte die Abgeordnete Caren Lay. »Die Verfolgung von Mietpreisüberhöhungen durch die Kommunen ist möglich,wird aber immer noch von viel zu wenigen Verwaltungen engagiert betrieben.« Dass konkrete Fälle gemeldet würden,helfe den Stadtverwaltungen.

mik/dpa-AFX

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