2026-07-03 https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/streik-ver-di-ruft-zu-bundesweitem-ausstand-im-handel-auf-a-50467697-6bf9-4915-8509-f21841017151 HaiPress


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Flagge und Warnweste der Gewerkschaft Ver.di
Foto: BeckerBredel / IMAGO
Am Freitag sollen Tausende Beschäftigte im Handel ihre Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Ver.di ruft in den laufenden Tarifverhandlungen erneut zu bundesweiten Warnstreiks auf. In Dortmund,Berlin,Wiesbaden,Hannover,Oldenburg,Braunschweig und Hamburg sind demnach zentrale Streikkundgebungen geplant.
»Die Arbeitgeber spielen in dieser Tarifrunde erneut auf Zeit – daher werden wir jetzt den Druck noch einmal erhöhen«,sagte Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. »Wer so unverantwortlich mit seinen Beschäftigten umgeht,verspielt die Zukunft der größten privatwirtschaftlichen Branche hierzulande.«
Welche Handelsunternehmen bestreikt werden,teilte Ver.di nicht mit. Die Gewerkschaft hatte kürzlich bereits mehrfach zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen,zuletzt standen unter anderem Kaufland und Ikea im Mittelpunkt. Die Auswirkungen der Ausstände bleiben für Kunden häufig überschaubar.
Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel begannen im April in den ersten Landesbezirken. Ver.di fordert sieben Prozent mehr Lohn,mindestens 225 Euro,bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
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Im Handel arbeiten laut Ver.di rund 5,2 Millionen Menschen,davon 3,4 Millionen im Einzelhandel. Die vorherigen Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende stand für die Beschäftigten im Einzelhandel ein Einkommensplus von insgesamt etwa 14 Prozent für die Jahre 2023 bis 2025.
esk/dpa
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