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Peter Thiel nach einem Treffen mit Argentiniens Präsident Milei im April

Foto: Matias Baglietto / REUTERS

Peter Thiel gilt als Pate des Silicon Valley und ist dafür bekannt,dass er in der US-Politik fest an der Seite von Donald Trump steht. Privat zieht sich der PayPal- und Palantir-Gründer nun aber offenbar etwas aus den USA zurück. Das berichtet zumindest die »New York Times«.

Thiel habe in den vergangenen Monaten eine Villa in Buenos Aires für sich,seinen Ehemann Matt Danzeisen sowie seine zwei Töchter erworben,meldete die Zeitung unter Berufung auf zwei Insider. Für den in Frankfurt am Main geborenen Milliardär ist ein Leben in Argentinien demnach ein Plan B.

Dabei soll es sich bereits um mehr handeln als um ein loses Gedankenexperiment. Der 58-jährige und politisch rechtsgerichtete Unternehmer soll seine Kinder bereits in einer Schule in der argentinischen Hauptstadt angemeldet haben,heißt es. Selbst in einem Schachclub in der Stadt sei er bereits aktiv gewesen. Eine Bestätigung für all diese Angaben gibt es allerdings nicht,eine Anfrage der Zeitung ließ Thiel unbeantwortet.

Angst vor Atomkrieg?

Für den Großspender der US-Republikaner wäre Buenos Aires ein weiterer von mehreren Zufluchtsorten weltweit. Der deutsch-amerikanische Unternehmer besitzt auch die neuseeländische und die maltesische Staatsbürgerschaft.

Politisch dürfte Thiel,der als erster Investor von Facebook reich wurde,mit Argentinien derzeit jedoch besonders große Anknüpfungspunkte haben. Das Land wird von Javier Milei regiert,dessen libertäre Ideen zu Steuern und Staat gut zu den Vorstellungen Thiels passen. Beide sollen sich laut »New York Times« in den vergangenen Monaten häufiger getroffen haben,unter anderem zum Abendessen.

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Bleibt die Frage,warum Thiel offenbar in Argentinien neue Wurzeln schlagen will. Als Hintergrund wird in dem Bericht besonders die politische Lage in den USA genannt. Thiel fürchte eine Vermögensteuer,wie sie im Bundesstaat Kalifornien im Zuge einer Volksinitiative im Herbst eingeführt werden könnte,heißt es. Zudem sei Argentinien weit weg von den Krisen und Risiken auf der Nordhalbkugel,von einer unkontrollierten künstlichen Intelligenz genauso wie von Gefahren eines etwaigen Atomkriegs.

Peter Thiel hatte in der Vergangenheit immer wieder durch seine Haltung zu den westlichen Staaten für Aufsehen gesorgt. Bereits 2009 schrieb er,dass er nicht mehr daran glaube,dass Freiheit und Demokratie miteinander vereinbar seien. In Donald Trumps erster Amtszeit wirkte er offiziell als dessen Berater. Der aktuelle US-Vizepräsident JD Vance arbeitete früher für einen Fonds Peter Thiels.

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