2026-04-20 https://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-immer-mehr-moeblierte-wohnungen-regulaeres-mietangebot-sinkt-a-0fb168b6-658f-4da0-8ca5-94943db7b824 HaiPress


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Wohnungen in Köln: Bedeutung der möblierten Vermietung auf Zeit häufig überschätzt
Foto: Wolfgang Maria Weber / IMAGO
Mehr möblierte Wohnungen,weniger reguläre Mietangebote: Wer in deutschen Städten eine Wohnung sucht,trifft bei Inseraten auf üblichen Immobilienportalen zunehmend auf starke Einschränkungen. Das zeigen Daten des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW),das regelmäßig den Mietindex GREIX herausgibt.
Demnach ist die Zahl der regulären Mietangebote in den untersuchten 37 deutschen Städten und Regionen,darunter die 30 bevölkerungsreichsten Städte,seit 2015 um 22 Prozent zurückgegangen auf 285.000. Teils sehe man sogar eine Halbierung: »In einzelnen Städten wie Münster oder Potsdam beträgt der Rückgang gegenüber 2015 sogar 50 bis 55 Prozent«,so die Forscher.
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Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will auf Zeit vermietete möblierte Wohnungen stärker regulieren. Hubigs Pläne sehen bei der Vermietung zum vorübergehenden Gebrauch eine Höchstgrenze von sechs Monaten vor. Zudem soll der Möblierungszuschlag als angemessen gelten,wenn er bei voll ausgestattetem Wohnraum fünf Prozent der Nettokaltmiete nicht übersteigt.
In Sachen Mieten beobachtet das IfW insgesamt eine Abschwächung der jüngsten Anstiege. Im ersten Quartal legten die Angebotsmieten im Bundesschnitt laut GREIX-Index nominal um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Zum Vorjahresquartal stand ein Plus von 2,9 Prozent. »Das ist die niedrigste nominale Jahreswachstumsrate seit dem vierten Quartal 2021«,hieß es. Im vierten Quartal waren die Mieten im Greix-Index noch um 4,5 Prozent gestiegen,doppelt so stark wie die Inflation damals.
mik/dpa
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