2026-03-19 https://www.spiegel.de/wirtschaft/frankfurt-am-main-stromknappheit-bremst-ausbau-von-rechenzentren-a-d5a084a5-0410-4693-9df9-234e3e760539 HaiPress


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Ein Rechenzentrum in Frankfurt am Main
Foto: Sebastian Gollnow / dpa
Durch künstliche Intelligenz,Streaming und Co. steigt die Nachfrage nach Rechenkapazität immer weiter. Im Rhein-Main-Gebiet,vor allem in Frankfurt am Main,sind bundesweit die meisten Rechenzentren angesiedelt. Doch nun stößt der Ausbau an eine Grenze: Es gibt ein Problem mit der Stromkapazität.
Laut dem Frankfurter Energieversorger Mainova ist davon auszugehen,»dass insbesondere große,leistungsstarke Neuanschlüsse erst ab Mitte der 2030er‑Jahre erneut bereitgestellt werden können«. Die Stromknappheit trifft demnach insbesondere neu geplante Projekte mit hohen Leistungsanforderungen.
Zur Begründung verwies Mainova unter anderem auf den Bau neuer Leitungen,der erst erfolgen müsse,hohen innerstädtischen Ausbaubedarf,anspruchsvolle Genehmigungsprozesse und Fachkräftemangel. »Diese Faktoren machen den Netzausbau zeit- und ressourcenintensiv«,erklärt ein Sprecher. Am Ausbau des Netzes werde gearbeitet.
Derzeit sind 55 Rechenzentren im Stadtgebiet vorhanden,13 weitere sollen bis 2030 entstehen. Die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein‑Main erreiche derzeit im Schnitt fünf bis zehn Anfragen von Betreibern pro Jahr.
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Nun erkunden Betreiber zunehmend die Lage im Umland. Schon jetzt entstehen in den an Frankfurt angrenzenden Landkreisen zunehmend Rechenzentren – bis 2030 sollen in der Region 23 weitere Standorte hinzukommen. Die Nachfrage nach Rechenzentren ist insbesondere durch KI-Anwendungen getrieben. Deshalb sollen Projekte dort realisiert werden,wo die nötige Energie zur Verfügung steht. Das Rhein-Main-Gebiet ist für Betreiber von Rechenzentren attraktiv wegen der Nähe zum großen Internetknoten DE-CIX.
In den USA produzieren Techfirmen den Strom für ihre Serverfarmen immer öfter mit gebrauchten Gasturbinen auf Lkw-Anhängern. Die Umweltbelastung ist immens,mehr dazu lesen Sie hier.
leg/dpa
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