2026-02-13 https://www.spiegel.de/wirtschaft/britta-zur-ehemalige-db-fuehrungskraft-nutzte-offenbar-dienstwagen-bei-privatreise-a-1490f8b5-78d3-4e4b-97c1-b13b63022548 HaiPress

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Ein Zug der Deutschen Bahn (Symbolbild)
Foto: Rüdiger Wölk / IMAGO
Es ist der erste Junisonntag 2025. Mehr als 300 Personen stranden in einem IC auf der Fahrt von Sylt in Heide. Der Zug darf vorläufig nicht weiterfahren – es ist zu wenig Wasser für mögliche Notfälle an Bord. Die Mitfahrenden müssen sehen,wo sie bleiben.
Unter den Passagieren ist auch die ehemalige Chefin für Sicherheit der Deutschen Bahn,Britta Zur. Sie ist offenbar privat und mit ihrer Familie unterwegs,wie die »Bild«-Zeitung berichtet
. Zurs Ausweg: Sie und ihre Familie steigen in einen Nahverkehrszug nach Itzehoe. Dort werden sie von einem Team der DB Sicherheit abgeholt und an den Stadtrand von Hamburg chauffiert. Sie nehmen die S-Bahn und erreichen in Hamburg einen ICE nach Düsseldorf. Diesen Ablauf schildert Zur später der »Bild«-Zeitung.
Laut dem Bericht hatte die Fahrt im dienstlichen Fahrzeugt Konsequenzen: Die Bahn ließ den Vorfall offenbar von ihrer Compliance-Abteilung untersuchen. Zur teilte »Bild« dazu mit: »Der Vorgang wurde bahnintern untersucht. Rechtsverstöße sind nicht festgestellt worden.« Doch Privatfahrten in Dienstwagen seien bei der Bahn nicht zulässig,heißt es in dem Bericht.
In diesem wird Zur zudem wie folgt zitiert: Nachdem klar war,dass der IC am besagten Junitag nicht weiterfahren konnte,entschieden sich die Reisenden,»unterschiedlich mit dem Problem umzugehen«. Einige warteten demnach im Zug,andere stiegen aus und nutzten andere Möglichkeiten der Weiterreise. Einige ließen sich abholen,so Zur.
Im Oktober vergangenen Jahres legte Zur ihren Posten als Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Sicherheit GmbH nieder. Wie ein Sprecher der Bahn dem SPIEGEL mitteilte,habe Zur »auf eigenen Wunsch und im Einvernehmen ihr Mandat« beendet. »Wir bedauern und respektieren dies gleichermaßen,danken Frau Zur für ihre erfolgreiche Tätigkeit«,schrieb der Sprecher.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es,der Zug fuhr in die Heide. Tatsächlich strandete er in dem Ort Heide in Schleswig-Holstein. Wir haben die Stelle korrigiert.
atr
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