2025-12-02 https://www.spiegel.de/wirtschaft/usa-einigung-mit-trump-regierung-britische-pharma-exporte-kuenftig-zollfrei-a-18d6ee1d-c327-4c29-a59d-b5544cca46bd HaiPress

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Medikamente (Symbolbild)
Foto: Daniel Reinhardt / dpa
Großbritannien und Nordirland haben Zollfreiheit für Pharmaexporte in die USA ausgehandelt. Im Gegenzug soll der National Health Service (NHS),der Gesundheitsdienst des Vereinigten Königreichs,mehr Geld für neue US-Medikamente ausgeben können. Der Nettopreis dieser Medikamente soll sich demnach um 25 Prozent erhöhen.
Möglich wird das unter anderem durch eine Änderung des Bewertungsrahmens von NICE,der britischen Behörde,die über die Kosteneffizienz neuer Arzneimittel für den NHS entscheidet. Zudem sollen sich die Zahlungen der Pharmaunternehmen an den NHS reduzieren: Die bisherige Regelung sieht vor,dass die Konzerne einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf von Medikamenten zurückzahlen müssen.
Die Zollfreiheit soll drei Jahre lang gelten. Nach Angaben der Regierung
ist Großbritannien das weltweit erste Land,das ein solches Übereinkommen geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte den Briten im September noch mit Zöllen von bis zu hundert Prozent gedroht,davon war er aber wieder abgerückt. Die Trump-Regierung werde im Rahmen der Einigung auch darauf verzichten,»die Preisgestaltung britischer Pharmaunternehmen ins Visier zu nehmen«,hieß es in einer Mitteilung.
Pharmaprodukte gehören zu den wichtigsten Exportgütern der Briten in die USA. Laut der BBC sind die Vereinigten Staaten der größte Markt für die britischen Pharmakonzerne GSK und AstraZeneca. Beide investieren Milliardenbeträge in den USA.
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Die US-Regierung presste zuletzt Abnehmspritzenherstellern drastische Preissenkungen ab,Präsident Trump will damit auch von anderen Problemen ablenken. Doch die Patienten dürften wenig davon haben. Mehr dazu lesen Sie hier.
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