2025-11-07 https://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-preise-koennten-ende-2027-neue-hoechststaende-erreichen-a-0cb585f9-2afa-43dd-9fd3-614220e45f9b HaiPress

Bild vergrößern
Neubauten in Potsdam: Preise steigen langsam aber stetig
Foto: Patrick Pleul / dpa
Die Preise von Wohnimmobilien in Deutschland legen zu und können einer Studie zufolge im Jahr 2027 neue Höchststände erreichen. Im dritten Quartal verteuerten sich Eigentumswohnungen um durchschnittlich 1,2 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr,die für Einfamilienhäuser um 1,3 Prozent,wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag zu seiner Untersuchung mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahresquartal zogen die Preise für Eigentumswohnungen um 2,7 Prozent an,die für Einfamilienhäuser um 4,während die für Mehrfamilienhäuser um 0,4 Prozent fielen.
»Bei Fortsetzung der Steigerungsraten des aktuellen Quartals würden die Immobilienpreise erst Ende 2027 ein neues Allzeithoch erreichen«,sagen die Forscher voraus. Im bundesweiten Durchschnitt lagen Eigentumswohnungen knapp zehn Prozent,Einfamilienhäuser fast zwölf Prozent und Mehrfamilienhäuser rund 25 Prozent unter ihren Höchstständen von 2022. »Unter dem Strich sehen wir eine moderate,aber stabile Aufwärtsbewegung bei den Immobilienpreisen«,sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek.
data-area="text" data-pos="11">
In den acht größten Städten verlief die Entwicklung uneinheitlich. Im Quartalsvergleich am deutlichsten stiegen die Preise in Düsseldorf (+1,6 Prozent),Leipzig (+1,0 Prozent) und Stuttgart (+0,6 Prozent). In Frankfurt am Main stagnierten sie,in Köln gingen sie um 1,0 Prozent zurück. Für Berlin,Hamburg und München lagen für das dritte Quartal noch keine vollständigen Daten vor.
In Leipzig markierten die Preise hingegen mit knapp einem Prozent über dem Höchststand des Immobilienbooms Mitte 2022 ein neues Rekordhoch. In den anderen Metropolen notierten sie noch teils deutlich darunter.
»Die Nachfrage nach Wohnraum ist hoch«,sagte Zdrzalek. »Für die nahe Zukunft deuten die meisten Indikatoren auf weiter steigende Preise hin,trotz der vermutlich anhaltend hohen Finanzierungszinsen.«
mik/Reuters
Jobabbau Auto-Industrie beschäftigt so wenige Menschen wie vor 20 Jahren
Hohe Spritpreise Grüne fordern härteres Vorgehen gegen Mineralölkonzerne
Rewe, Edeka, Lidl und Co. Können Supermärkte das Parkplatzproblem in den Innenstädten lösen?
Mögliche Übergangsfrist SPD-Rentenexpertin schlägt Abschaffung der »Rente mit 63« in fünf Jahren vor
Kartoffeln, Rüben, Gemüse Bauernverband warnt vor »totalem Ernteausfall« in einigen Regionen
Arbeitskampf in Schweden Tesla soll Streikenden Geld gegeben haben, damit sie aufhören
©Urheberrechte2009-2020Deutschland heute