2025-10-31 HaiPress
„Im Kern geht es doch um die bauliche Entwicklung auf dem ehemaligen Brunnen-Areal in Jebenhausen“,so Guido Till. Der ehemalige Göppinger Oberbürgermeister hält die jetzt vorgestellte Idee für einen Bebauungsplan,der in Richtung Süden weit über die Grenzen des Brunnen-Grundstückes hinausgeht für weit überzogen. „So etwas möchte ich hier nicht haben“,so Till,der selbst in Jebenhausen wohnt,in einer Pressemitteilung.
Dass sich gegen die Absicht von Baubürgermeisterin Eva Noller für einen Bebauungsplan,der auch heute landwirtschaftlich genutzte Flächen jenseits des Brunnen-Areals umfasst,Widerstand regt,kann der frühere Göppinger Oberbürgermeister Guido Till nachvollziehen. „So etwas kann man heute nicht mehr machen“,sagt Till mit Blick auf das landschaftlich wertvolle und landwirtschaftlich genutzte Gelände in Richtung Voralb und widerspricht Äußerungen,er solle in seiner Amtszeit für einen Bebauungsplan bereits Pflöcke eingerammt haben.
„Das stimmt nicht“,sagt das ehemalige Stadtoberhaupt. „Über einen Bebauungsplan sei bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt nie gesprochen worden,schon gar nicht über einen,der so überdimensioniert ist.“ Richtig sei,dass er seinerzeit mit dem damaligen Geschäftsführer des Christophsbades über Möglichkeiten der Nachnutzung des Brunnen-Areals gesprochen habe. Dabei hätte dieser ihm die Idee vorgetragen,in nördlicher Richtung Einfamilienhäuser zu bauen,der südliche Teil des Brunnen-Areals sollte Gewerbetrieben vorbehalten werden,quasi als Erweiterungsmöglichkeit für das Gewerbegebiet Jebenhausen-Süd. Till betont,dass es ausschließlich um das Brunnen-Areal gegangen sei,auch weil Grundstücke Richtung Süden nicht dem Christophsbad gehörten. Ohne diese ersten Ideen weiter zu konkretisieren habe das Christophsbad das Areal dann an die Schwarz-Gruppe verkauft. Gespräche mit dem neuen Grundstückeigentümer habe es dann wegen Ende seiner Amtszeit nicht gegeben.
Die nun vorgestellte Idee für einen Bebauungsplan,der Gelände auch jenseits des ehemaligen Brunnen-Areals umfasst,hält Till für nicht realisierbar. Vielmehr sollte die Stadt einen „vorhabenbezogenen Bauungsplan“ für das einstige Brunnen-Areal beim Grundstückseigentümer einfordern. Der sei dann verpflichtet,der Stadt eine Planung für das vorzulegen,was er auf dem Gelände wo und in welcher Frist realisieren will. Die Stadt würde dann mit dem Vorhabenträger einen Durchführungsvertrag abschließen und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen,der das Projekt dann planungsrechtlich absichert,erklärt Till das Verfahren. „Das spart zudem Zeit,Personalkapazität und Geld. Wer darüber hinaus mehr will,muss sich über Proteste aus der Bevölkerung nicht wundern“,so der Ex-OB.
PM
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