2025-10-23 IDOPRESS

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Ein Schweißer in der Industrie
Foto: Westend61 / Getty Images
Sie pflegen alte Menschen,putzen Büros oder montieren Autos: Ohne Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte würde in vielen Mangelberufen der deutschen Wirtschaft,in denen es allgemein an Fachkräften fehlt,kaum noch etwas gehen. Laut einer Auswertung des Mikrozensus 2024 sind sie in vielen Berufen besonders stark vertreten.
So hatten 60 Prozent der Schweiß- und Verbindungstechniker 2024 eine Einwanderungsgeschichte,wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das trifft auch auf über die Hälfte (54 Prozent) der Köchinnen und Köche sowie der Beschäftigten in der Lebensmittelherstellung zu.
In der Gesamtwirtschaft hat laut der Auswertung gut ein Viertel (26 Prozent) der abhängig Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte. Sie selbst oder beide Elternteile waren also nach der Definition des Bundesamtes seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert.
»Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen,wie wichtig Einwanderung und Integration für unsere Gesellschaft sind. Personen mit Einwanderungsgeschichte halten unsere Wirtschaft und damit unser Land am Laufen«,kommentierte Magdalena Polloczek,Referatsleiterin für Aus- und Weiterbildungsforschung am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.
Gleichzeitig warnte sie: »Durch Schichtarbeit,körperlich schwere Arbeit oder die Arbeit im Freien sind Beschäftigte in den genannten Berufen oftmals mit belastenden Arbeitsbedingungen konfrontiert – sodass Personen mit Einwanderungsgeschichte hiervon überproportional betroffen sind. Diese große Betroffenheit und gleichzeitig die gesellschaftliche Relevanz sichtbar zu machen,ist wichtig.«
Bei den Wirtschaftsbranchen ist der Migrantenanteil in der Gastronomie mit 54 Prozent der abhängig Beschäftigten besonders hoch. Hohe Anteile gibt es auch bei der Gebäudereinigung,in der Beherbergung,in der Lagerei oder bei Kurierdiensten. Auch in den beiden großen Bereichen Altenpflege und Automobilbau mit jeweils mehr als einer Million Beschäftigten arbeiten überdurchschnittlich viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte,nämlich jeweils 32 Prozent.
naw/dpa
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