2025-10-23 HaiPress
Vor 100 Jahren gründete das Rote Kreuz seine Nachwuchsorganisation. Eine Ausstellung,die in Geislingen zu sehen ist,belegt,dass auch Jugendrotkreuzler*innen immer im politischen Spannungsfeld standen.

„Auf unsere Nachwuchsarbeit legen wir großen Wert und freuen uns,dass sich über 400 Kinder und Jugendliche in unseren zehn Jugendrotkreuz-Gruppen engagieren.“ Professor Dr. Matthias Fischer hob am Dienstagabend in der Stadtbibliothek Geislingen hervor: „Das Jugendrotkreuz (JRK) ist ein engagierter und selbstbewusster Teil unseres Roten Kreuzes.“ Der stellvertretende Präsident des DRK-Kreisverbandes Göppingen eröffnete eine Wanderausstellung,die belegt,dass sich seit 100 Jahren Kinder und Jugendliche in der Organisation engagieren. „Das sind 100 Jahre gelebte Menschlichkeit und Verantwortung.“ Und: „Das trägt uns ebenso wie unser soziales Engagement.“ Er gab einen kurzen Rückblick auf die wichtigen Stationen der Nachwuchsorganisation im Landkreis in den vergangenen Jahrzehnten. So waren in den sechziger Jahren selbstorganisierte Gruppen entstanden,zu Zeltlagern,Landesforen oder Landeswettbewerben eingeladen worden. Seit knapp 20 Jahren gebe es auch Jugendsanitätsgruppen und Schulsanitätsdienste,zwischenzeitlich an 15 Schulen des Landkreises. Professor Dr. Fischer dankte dem Ortsverein Geislingen und der Stadt „für die schönen und offenen Räume,in denen wir die Geschichte des JRK präsentieren können.“
Jens Currle,der die vom Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes und der Arbeitsgemeinschaften der Rotkreuz-Museen konzipierte Ausstellung in den Landkreis geholt hatte,freute sich,dass auch sehr viele ehemalige JRKler*innen,die zeitlebens eine Heimat im Roten Kreuz gefunden haben,zur Ausstellungseröffnung gekommen waren. Er erinnerte daran,dass der DRK-Ortsverein Geislingen der erste im Landkreis war,der eine eigene JRK-Gruppe gegründet hatte. „Ich sehe das JRK als unsere Nachwuchsorganisation sowohl für das Ehren- wie auch das Hauptamt“,so der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Geislingen.
Die Ausstellung,die auf großen Tafeln im Eingangsbereich und in den Räumen der Stadtbibliothek zu sehen ist,macht augenscheinlich,dass auch das JRK immer von politischen Gegebenheiten beeinflusst war. Thematisiert wird die Instrumentalisierung durch die Nationalsozialisten,der Neubeginn nach 1945,aber auch die Neugründung nach der Wende in den neuen Bundesländern. Sie verdeutlicht auch,dass sich das JRK immer wieder selbst positioniert hat,in Kampagnen gegen Kindersoldaten oder als Klimahelfer.
Info:
Die Ausstellung in der Geislinger Stadtbibliothek (MAG,Schillerstraße 2) ist bis 29. Oktober während der Öffnungszeiten zu sehen (Dienstag bis Freitag 10 bis 12.30 und 14 bis 18.00 Uhr,samstags 10 bis 12.00 Uhr).
Über alle Aktivitäten des JRK im Landkreis informiert der DRK-Kreisverband auf seiner Homepage unter www.drk-goeppingen.de/start/mitmachen/ehrenamt/jugendrotkreuz/jugendrotkreuzgruppen.html
PM DRK Kreisverband Göppingen
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