2025-09-05 https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/koalition-will-pflege-und-krankenkassenbeitraege-stabil-halten-a-97511e7c-7fe2-42a4-99bb-a8799f642cfb HaiPress

Bild vergrößern
Jens Spahn: »Wichtiges Signal für die Versicherten«
Foto: Katharina Kausche / dpa
Ob für alle oder nur für Gutverdiener: Höhere Beiträge galten angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen gefühlt fast schon als sicher. Nun hat sich die schwarz-rote Koalition aber darauf geeinigt,dass die Beitragssätze für die Pflege- und Krankenversicherung zum 1. Januar 2026 nicht steigen sollen.
Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters sowie die »Bild
«-Zeitung. Auf diese Position habe man sich am Mittwochabend im Koalitionsausschuss geeinigt,berichtet Reuters unter Berufung auf Teilnehmerkreise. CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn sagte der Agentur zudem: »Wir sind uns einig,dass die Sozialversicherungsbeiträge nicht weiter steigen sollen – ein wichtiges Signal für die Versicherten.«
Kanzler Friedrich Merz hatte noch am Mittwochabend angekündigt,dass man über die Themen Pflege und Gesundheit noch reden wolle. Sowohl die Kranken- als auch die Pflegeversicherung stehen wegen steigender Ausgaben unter Druck. Anfang Juli hatte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gesagt,dass sie auch mit einem Anstieg des Zusatzbeitrages der Kassen in der Gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr rechne. Wirtschafts- und Sozialverbände verlangten von der Koalition dagegen stabile Beitragssätze.
und andere vom Staat mit Steuermitteln bezahlten Leistungen. Allerdings erhalten auch die beitragsfinanzierten Sozialversicherungen für Rente,Gesundheit oder Pflege gewaltige Zuschüsse aus Steuermitteln – und die könnten bei stabilen Beitragssätzen weiter steigen.
data-area="text" data-pos="14">
Eine Alternative zu Steuerzuschüssen wären schnelle gesetzliche Regelungen über Einsparungen im Gesundheitsbereich. Dies könnte bei Betroffenen und Akteuren im Gesundheitswesen auf Widerstand stoßen. Immerhin sind bis Weihnachten noch drei weitere Koalitionsausschüsse vereinbart,wie Reuters unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet.
Lesen Sie hier mehr zum Koalitionsausschuss von Union und SPD: Mit zwei Bier gegen die Sommerdepression
apr/Reuters
Neue Zölle der US-Regierung Warum Trump plötzlich sein Herz für Zwangsarbeiter entdeckt
Probleme in China VW-Gewinn bricht um ein Drittel ein
Klage von zwölf US-Bundesstaaten US-Richterin verlängert Stopp der Übernahme von Warner durch Paramount
Kommunen alarmiert Städte fordern Mitsprache bei Galeria-Filialschließungen
Auch auf Waren aus der EU Trump kündigt neue Strafzölle gegen 60 Handelspartner an
Europäische Zentralbank Bürger können über Design der neuen Euro-Banknoten abstimmen
©Urheberrechte2009-2020Deutschland heute