2025-09-01 HaiPress
Neun von zehn Betrieben sehen Chancen in der Digitalisierung – dennoch fühlen sich viele nicht ausreichend gewappnet. Handwerk BW fordert praxisnahe Hilfen,Investitionen und weniger Bürokratie.
Die aktuelle Bitkom-Studie zur Digitalisierung im Handwerk zeigt Licht und Schatten: Zwar betrachten neun von zehn Handwerksbetrieben die Digitalisierung als Chance,zugleich geben sie sich selbst im Durchschnitt nur die Schulnote 3. Für Handwerk BW ist das ein klarer Handlungsauftrag.
„Die Betriebe wollen,aber sie brauchen konkrete Unterstützung,und zwar von Politik,Verbänden und Kammern“,erklärt Rainer Reichhold,Präsident des Spitzenverbands Handwerk BW. „Digitalisierung darf im Handwerk nicht länger Nebensache sein. Sie ist entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit,Fachkräftesicherung und Zukunftsfähigkeit. Wir brauchen weniger Bürokratie,mehr Investitionen und praxisnahe Angebote für die Betriebe.“
Mit der Initiative Horizont Handwerk etwa stellen Land und Handwerk Angebote,Beratung und Informationen für die Weiterentwicklung von Betrieben in unterschiedlichen Formaten bereit. Hinzu kommen die Digitalisierungsberaterinnen und -berater in den Handwerkskammern,die praxisnah begleiten – auch beim Einstieg in Themen wie Künstliche Intelligenz. „Diese Angebote wollen wir noch weiter ausbauen und arbeiten dazu eng mit KI-Konsortien im Land zusammen“,so Reichhold weiter.
Auch die Ausbildung spielt eine Schlüsselrolle: Laut Bitkom profitiert bereits mehr als jeder zweite Ausbildungsbetrieb von den Digitalkompetenzen seiner Auszubildenden. Reichhold bestätigt: „Das deckt sich mit unseren Erfahrungen. Junge Handwerkerinnen und Handwerker bringen die digitalen Fähigkeiten mit,die wir für die Praxis brauchen. Deshalb sind Investitionen in moderne Bildungsstätten immer auch Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Betriebe.“
Hintergrund:
Laut Bitkom-Studie bieten 85 Prozent der Handwerksbetriebe in Deutschland bereits mindestens einen digitalen Service an,etwa digitale Rechnungen oder Online-Terminbuchungen. Gleichzeitig fühlen sich 76 Prozent der Unternehmen nicht ausreichend kompetent aufgestellt. Besonders beim Thema Künstliche Intelligenz gibt es Nachholbedarf: Erst 4 Prozent der Betriebe setzen aktuell KI ein.
PM Baden-Württembergischer-Handwerkstag e.V.
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