2025-07-22 IDOPRESS

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Blick auf ein aufwendig verziertes Grab in der Schlosskirche Buch
Foto: Gunnar Nath / Landesdenkmalamt / dpa
Vermutlich ruhte in diesem Sarg eine Hofdame,die einen König heiratete: Bei Sanierungsarbeiten in der Berliner Schlosskirche Buch ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die letzte Ruhestätte von Julie von Voß entdeckt worden. Sie war die zweite Ehefrau von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen. Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes Berlin hatten bereits am 8. Juli Reste des Sarges aus dem späten 18. Jahrhundert freigelegt.
»In der rechteckigen,gemauerten und mit Erde verfüllten Gruft fand sich der gut erhaltene,mit zahlreichen vergoldeten Leisten und Medaillons verzierte Holzsarg«,sagte der Archäologe Sebastian Heber vom Landesdenkmalsamt. »Der Fund ist außergewöhnlich: Die Grablege liefert uns wertvolle Einblicke in eine herausragende Frauenbestattung am Ende des 18. Jahrhunderts.«
Das Geheimnis um die Identität werden die Forschenden allerdings final nicht klären können: »Um absolut sicher zu sein,müsste der Sarg geöffnet und DNA-Untersuchungen am Skelett vorgenommen werden«,sagte eine Sprecherin des Landesdenkmalamtes. Um die Grabruhe nicht zu stören und weitere Beschädigungen am fragilen Sarg zu vermeiden,werde man das aber nicht tun.
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Julie von Voß wurde am 24. Juli 1766 im Schloss Buch geboren. Im Jahr 1787 heiratete sie König Friedrich Wilhelm II. in Abstimmung mit dessen erster Ehefrau Königin Frederike Luise. Im selben Jahr wurde von Voß zur Gräfin von Ingenheim ernannt. Am 25. März 1789 starb sie an den Folgen einer Lungentuberkulose.
eru/dpa
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