2025-07-15 IDOPRESS

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Schlittenhunde waren in Grönland lange unverzichtbar im arktischen Alltag,doch zuletzt ging die Zahl der Tiere zurück
Foto: julien ratel / Getty Images
Seit Jahrhunderten sind Grönlandhunde,die Qimmit,unverzichtbar im arktischen Alltag. Sie ziehen Schlitten über gefrorene Fjorde,transportieren Lasten,begleiten Jäger und sind so einer der wichtigsten Helfer der Inuit – bis jetzt. Denn die Zahl der Qimmit schrumpft rapide.
Motorschlitten machen die Hunde überflüssig,der Klimawandel verändert die Landschaft und innerhalb der Bevölkerung vollzieht sich ein kultureller Wandel,weg von der traditionellen Lebensweise. Gab es Anfang der Nullerjahre noch rund 25.000 Hunde,sind es heute mit rund 13.000 nur noch etwa halb so viele.
Ein internationales Forschungsteam aus Grönland,den USA und Dänemark hat mit einer umfassenden Genomanalyse die Geschichte der Grönlandhunde untersucht. Ihr Ziel: die genetische Vielfalt der Tiere zu erfassen,ihre Abstammung zu rekonstruieren und auch Hinweise über die Herkunft der arktischen Bevölkerung zu gewinnen. Denn weil die Hunde über Jahrhunderte eng mit den Inuit lebten,spiegelt sich in ihrem Erbgut auch die Geschichte ihrer menschlichen Begleiter wider.
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Doch mit dem anhaltenden Rückgang der Population wächst die Sorge. Eine weitere Verkleinerung des Genpools könnte langfristig das Risiko für Inzucht und damit verbundene Gesundheitsprobleme erhöhen. Die Forschenden hoffen daher,dass ihre Studie nicht nur neues Wissen liefert,sondern auch das Bewusstsein für die kulturelle und biologische Bedeutung der Grönlandhunde stärkt – und so dazu beiträgt,ihren Fortbestand als Teil des arktischen Erbes zu sichern.
mha/dpa
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