2025-07-14 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kuenstliche-intelligenz-siemens-und-sap-fordern-umfassenden-neubau-europaeischer-ki-gesetze-a-2c339bf9-d244-4316-9801-7dd249a563fe HaiPress

Bild vergrößern
Leuchtdisplay (Symbolbild)
Foto: Peter Steffen / dpa
Die Chefs der deutschen Technologiekonzerne SAP und Siemens drängen auf eine grundlegende Überarbeitung der europäischen KI-Gesetze. In einem gemeinsamen Interview mit der »FAZ«
plädierten Christian Klein von SAP und Roland Busch von Siemens für ein neues Rahmenwerk,das Innovationen fördere,anstatt sie zu behindern.
Der europäische AI Act sei einer der Gründe,»warum wir hier nicht Vollgas geben können«,sagte Busch einem Vorabbericht zufolge. Die Regularien seien teilweise widersprüchlich und überschnitten sich mit bestehenden Gesetzen. Den Data-Act bezeichnete Busch als »toxisch für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle«.
Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund der Umsetzung des Gesetzespakets. Das EU-Parlament hatte den AI Act 2024 verabschiedet. Er ordnet KI-Anwendungen in Risikoklassen ein,wonach Anbieter bestimmte Sicherheits- und Transparenzanforderungen erfüllen müssen. Zuletzt hatten jedoch US-Konzerne wie Alphabet und Meta sowie die europäischen Unternehmen Mistral und ASML eine Aufschiebung gefordert und dies mit fehlenden Leitlinien begründet.
data-area="text" data-pos="11">
Die EU-Kommission teilte zwar Anfang Juli mit,dass sich die Veröffentlichung eines entsprechenden Verhaltenskodex bis Ende 2025 verzögern könnte. Eine Verschiebung der Einführung des gesamten Gesetzes lehnte die Brüsseler Behörde jedoch ab. Eine Stellungnahme der EU-Kommission zu den Forderungen von Siemens und SAP lag zunächst nicht vor.
lph/Reuters
Seltene Erden und Co. Trump will offenbar Export von Elektroschrott stoppen
Hohe Preise für Speicherchips KI-Ausbau wird für Amazon 20 Milliarden Dollar teurer
Gute Zahlen, schlechte Aussichten Apple verkündet Rekordzahlen – Aktienkurs bricht ein
Bericht der »Financial Times« Ferraris Elektroauto ist erfolgreicher als gedacht – trotz Kritik von Ex-Boss
Erfolgreiches erstes Halbjahr Deutsche Bahn macht 147 Millionen Euro Gewinn
Quartalszahlen Deutsche Wirtschaft wächst trotz Irankrieg minimal
©Urheberrechte2009-2020Deutschland heute