2025-07-11 IDOPRESS

Bild vergrößern
Perrier-Mineralwasser in einem französischen Supermarkt: Hat Nestlé Verbraucher getäuscht?
Foto: Stephane Mahe / REUTERS
Im Zuge von Ermittlungen wegen unzulässiger Behandlung von Mineralwasser hat die französische Generaldirektion für Wettbewerb,Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) den Frankreichsitz des Lebensmittelkonzerns Nestlé bei Paris durchsuchen lassen. Die Ermittlungen seien im Februar nach einer Anzeige der Organisation Foodwatch bezüglich Nestlé und Nestlé Waters eingeleitet wurden,teilte die DGCCRF in Paris mit. Nestlé Waters bestätigte die Durchsuchungen,man kooperiere weiter umfänglich mit den Behörden,sagte eine Sprecherin.
Um Mineralwasser von Nestlé (Perrier,Hépar,Contrex,Vittel) gibt es in Frankreich schon länger Wirbel. Der Vorwurf lautet,dass Quellwasser,was zeitweise nicht den Anforderungen entsprach,auf eine für Mineralwasser unzulässige Weise gefiltert und dann dennoch als natürliches Mineralwasser vertrieben worden sein soll.
data-area="text" data-pos="8">
Foodwatch spricht von massivem Betrug und verlangt,dass die Verantwortlichkeiten bei dem Unternehmen sowie bei den Aufsichtsbehörden aufgedeckt werden. »Der größte Lebensmittelkonzern der Welt hat Wasser aus verunreinigten Brunnen illegal gefiltert und als ›natürlich‹ verkauft – ein klarer Fall von Lebensmittelbetrug und zudem vielleicht gesundheitsgefährdend«,sagte der Geschäftsführer von Foodwatch Deutschland,Chris Methmann. »Wenn globale Konzerne mit der Täuschung von Verbrauchern davonkommen,untergräbt das die Grundlagen der Regulierung der Lebensmittelsicherheit.«
hen/dpa-AFX
Maßnahme für weniger Spritverbrauch Grüne reichen Gesetzentwurf für Tempolimit ein
Höhere Kosten für Personal und Energie Preise fürs Fitnessstudio steigen
Stillgelegte Reaktoren Spahn befeuert Debatte über Atom-Comeback
Steuerfreie Entlastung in der Krise Arbeitgeber rechnen mit geringer Nutzung der 1000-Euro-Prämie
Modellrechnung von Aachener Forschern Gutverdiener profitieren am meisten vom Tankrabatt
Krise beim britischen Rundfunk BBC streicht offenbar 2000 Stellen
©Urheberrechte2009-2020Deutschland heute