2025-07-11 IDOPRESS
Dem einen oder anderen wird es schon aufgefallen sein: größere Wiesenflächen im Stadtgebiet werden nicht nur später und seltener im Jahr gemäht,sondern auch in Abschnitten. „Daran war weder das Wetter noch ein kaputtes Mähwerk Schuld“,erläutert Inga Weiler,Leiterin der Eislinger Stadtgärtnerei,„sondern die Ausrichtung der städtischen Grünflächenpflege mit dem Ziel,die biologische Artenvielfalt zu fördern.

Der abschnittsweise und zeitlich versetzte Schnitt von Wiesenflächen ist optimal für viele Insekten. Da trotz des Grasschnitts immer noch ein Teil der Wiese stehen bleibt,finden Blütenbesucher weiterhin Nektar auf der Wiese. Zudem können Insekten,wie Heuschrecken,auf die noch nicht gemähten Flächen ausweichen. Sobald die gemähten Flächen wieder etwas aufgewachsen sind,werden die nächsten Teile der Grünflächen gemäht. „So kann sichergestellt werden,dass trotz der Mahd immer Rückzugsräume und ausreichend Nahrungsangebot für Insekten und andere Kleintiere auf den Flächen erhalten bleiben“,erläutert Wolfgang Lissak,Umweltbeauftragter der Stadt Eislingen das Konzept.
Da in abgestorbenen Pflanzenstängeln viele Insekten beziehungsweise deren Entwicklungsstadien,also Eier oder Larven,überwintern,bleibt auf manchen Flächen die Vegetation über den Winter stehen. So nutzen zum Beispiel Wildbienen und Blattlausjäger,wie Marienkäfer und Florfliegen,Staudenstängel als Winterquartier. „Wenn wir das Schnittgut noch einige Tage auf der gemähten Fläche liegen lassen,hat das Vorteile für die Artenvielfalt“,sagt Inga Weiler,„denn so können die Pflanzen aussamen und Kleintiere abwandern,bevor das Schnittgut aufgenommen und entsorgt wird. Die angepasste Grünflächenpflege ist daher ein wichtiger Beitrag der Stadt zur Förderung der Biodiversität im Stadtgebiet.
Fotos (Bildquelle: Stadt Eislingen): Abschnittsweises Mähen bietet ausreichend Rückzugsräume und Nahrung für Insekten auf öffentlichen Verkehrsgrünflächen
PM Stadtverwaltung Eislingen
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